Urlaubszeit ist Zeckenzeit: Erkrankungen mit FSME auch in beliebten Ferienregionen möglich

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  • FSME-Risikogebiete gibt es nicht nur in Deutschland. Auch im Ausland, beispielsweise in Schweden und Dänemark, können Urlauber sich mit dem Virus infizieren.
    FSME-Risikogebiete gibt es nicht nur in Deutschland. Auch im Ausland, beispielsweise in Schweden und Dänemark, können Urlauber sich mit dem Virus infizieren.
    © djd/GSK
  • (djd). Wandertouren in den Bergen, Badevergnügen am Meer oder Urlaub im heimischen Garten. So vielfältig ein Sommerurlaub sein mag, ein oft unterschätztes Risiko bleibt existent: die Zecke. Im Gepäck hat das kleine Spinnentier zahlreiche Krankheitserreger und kann beispielsweise Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen.

    Die Zecke ist ein vielfältiger Krankheitsüberträger

    Die häufigste durch einen Zeckenstich übertragene Erkrankung in Europa ist die Lyme-Borreliose. Die Krankheits-Symptome sind vielseitig und betreffen vor allem Haut, Nervensystem, Gelenke und das Herz. Eine Diagnostik ist meist schwierig. Die FSME, auch Zeckenenzephalitis genannt, ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die schwere Folgeschäden hervorrufen und tödlich enden kann. Beim Stich können Zecken das Virus über ihren Speichel auf den Menschen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von sieben bis 14 Tagen verläuft die Erkrankung oft in zwei Phasen. Zunächst treten unspezifische, grippeähnliche Symptome auf. In der zweiten Phase kann es zu hohem Fieber mit neurologischen Anzeichen wie Hirnhautentzündung kommen.

    Nur mit Vorsorge in den Urlaub: Impfungen können schützen

    Das Risiko eines Zeckenstichs besteht prinzipiell im gesamten Bundesgebiet. "Selbst wer Urlaub im heimischen Garten macht, ist Zecken ausgesetzt", so der Düsseldorfer Parasitologe Professor Dr. Heinz Mehlhorn. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist besonders in Süd- und Ostdeutschland hoch, so auch in den beliebten Urlaubsregionen in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen. Darüber hinaus können FSME-Erreger in Mittel- und Norddeutschland auftreten. Auch wer ins europäische Ausland reist, läuft Gefahr, sich zu infizieren. Vor allem in typischen Reisezielen der Deutschen, in Italien, Kroatien, Skandinavien, Österreich und in der Schweiz sind Zecken weit verbreitet.

    Damit Reisefreudige ihre Auszeit zeckenfrei genießen können, sollten sie an entsprechende Schutzmaßnahmen denken. Das Tragen von heller, langer und geschlossener Kleidung sowie das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln, kann gegen einen Zeckenbefall helfen. Den zuverlässigsten Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Für eine vollständige Immunisierung sind drei Impfungen notwendig, die innerhalb weniger Monate verabreicht werden. Kurzentschlossene Urlauber, die in ein Risikogebiet reisen, können innerhalb weniger Wochen einen Impfschutz aufbauen. Auch für Kinder gibt es einen Impfstoff gegen FSME, der ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen ist.

    Schutzmaßnahmen gegen FSME

    (djd). Zeckenfrei die Natur genießen

     

    • Auf heller Kleidung lassen sich Zecken besser erkennen und können somit noch vor dem Stechen rechtzeitig entfernt werden.
    • Geschlossene und lange Kleidung tragen.
    • Geeignete insektenabweisende Mittel, sogenannten Repellentien, verwenden.
    • Nach Ausflügen in der Natur seinen Körper gründlich absuchen.
    • Bei einem Zeckenstich das Tier schnellstmöglich mit einer speziellen Zeckenkarten oder einer spitzen Pinzette entfernen.
    • Eine frühzeitige Entfernung der Zecke schützt nicht verlässlich gegen eine Infektion mit FSME-Viren, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können. Da es noch keine Behandlung bei FSME gibt, ist eine vorbeugende Impfung umso wichtiger.

     


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