Senioren-Assistenz: Ambulante Seniorenbetreuung statt Unterbringung im Heim

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  • Besonders stark wächst die Gruppe derjenigen, die noch viel zu rüstig sind, um als Pflegefall zu gelten - die es aber im eigenen Umfeld nicht mehr ganz ohne fremde Hilfe schaffen.
    Besonders stark wächst die Gruppe derjenigen, die noch viel zu rüstig sind, um als Pflegefall zu gelten - die es aber im eigenen Umfeld nicht mehr ganz ohne fremde Hilfe schaffen.
    © djd/Büchmann/Seminare/Photographie Martin Hänisch, Fürth
  • (djd). In einer alternden Gesellschaft gibt es nicht nur immer mehr Pflegebedürftige. Besonders stark wächst auch die Gruppe derjenigen, die noch viel zu rüstig sind, um als Pflegefall zu gelten - die es aber im eigenen Umfeld nicht mehr ganz ohne fremde Hilfe schaffen. Für sie gibt es heute attraktive Alternativen zur Unterbringung in einem Heim. "Senioren-Assistenten beispielsweise können all das erledigen, was nicht zur pflegerischen Betreuung zählt", erklärt Ute Büchmann.

    Mehr Lebensqualität für Senioren

    Büchmann hat 2007 ein Weiterbildungsunternehmen für Senioren-Assistenten gegründet. Diese bieten ein paar Stunden pro Woche punktuelle Unterstützung, indem sie die Senioren auf Behördengängen, zu Arztterminen, beim Einkaufen oder auf den Friedhof begleiten, mit ihnen das Gedächtnis und die Fitness trainieren oder ganz einfach ein Gesprächspartner sind. Insgesamt rund 1.000 ambulant tätige Senioren-Assistenten hat Ute Büchmann in den vergangenen zehn Jahren ausgebildet. Heute finden die Seminare an den Standorten Kiel, Hamburg, Berlin und Nürnberg statt. Mehr Informationen und Assistenten in der Nähe findet man über das kostenlose Vermittlungsportal www.die-senioren-assistenten.de. Das Portal wird den ausgebildeten Senioren-Assistenten nach Seminarabschluss vom Weiterbildungsunternehmen ohne weitere Kosten zur Verfügung stellt. "Das Wohnen im eigenen Zuhause unter Nutzung unserer Dienstleistung ist nicht teurer als das Wohnen in einer Einrichtung", so Ute Büchmann. Dank der Assistenz im eigenen Zuhause würden Senioren allerdings ein deutliches Mehr an individueller Unterstützung und Lebensqualität erhalten.

    Senioren-Assistenten mit Know-how in vielen Bereichen

    Das nötige Know-how erhalten die angehenden Senioren-Assistenten in verschiedenen Bereichen. Dabei geht es nicht nur um fachliches Wissen zur Betreuung der älteren Menschen, sondern man erfährt auch das Wichtigste aus dem Sozialrecht und zur Zusammenarbeit mit Kranken- und Pflegekassen. Dabei werden die angehenden Senioren-Assistenten auch auf Veränderungen der gesetzlichen Grundlagen wie etwa der aktuellen Pflegereform hingewiesen. Dazu kommt Grundwissen auch in rechtlichen Fragen, beispielsweise, worauf man bei einer Patientenverfügung oder bei einem Testament achten sollte. Ebenso spielen psychologische Aspekte eine Rolle, wie der Umgang mit Verlust und Trauer. Zudem gehören alltagspraktische Fragen der Ernährung, der Freizeitgestaltung, der körperlichen und geistigen Fitness und Kenntnisse über altersassoziierte Krankheiten zum Programm.

    Senioren-Assistenz - ein junges Berufsbild

    (djd). Für die anspruchsvolle Aufgabe der Senioren-Assistenz können sich Umsteiger und Wiedereinsteiger beispielsweise bei der Büchmann Seminare KG in einer 120 Stunden umfassenden Qualifizierung, die an Wochenenden oder im Block angeboten wird, ausbilden lassen. Die Weiterbildung vermittelt vor allem auch das nötige Know-how, um ein eigenes Unternehmen zu gründen, denn nach der Ausbildung sind die Teilnehmer in der Regel selbstständig tätig und können sich dem bundesweiten Netzwerk der Senioren-Assistenten anschließen. Die nächsten Seminartermine findet man unter www.senioren-assistentin.de.


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