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Stress und Ernährung entscheidende Faktoren für Sodbrennen

Christian Rach

Christian Rach, der sich für gesunde Ernährung stark engagiert, erklärt, wie eine gesunde Ernährung Betroffenen helfen kann, zu viel Säure im Magen vorzubeugen.

© Tafelhaus

Der russische Mediziner Iwan P. Pawlow zeigte vor 92 Jahren das erste Mal bei einem Versuch mit seinen Hunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Psyche und Säureproduktion gibt. Auch der menschliche Magen reagiert sensibel auf Emotionen: Gerade psychischer Stress, wie Beziehungsprobleme, die eigene Unzufriedenheit, Ängste und Einsamkeit können im wahrsten Sinne des Wortes sauer aufstoßen. Und wäre dies nicht genug, neigen Menschen in Stresssituationen zu hastigem Essen und ungesunder Ernährung. Die Folge ist oft unangenehmes Sodbrennen. Bei häufigeren und stärkeren Beschwerden können rezeptfreie Präparate wie Antra nachhaltige Linderung verschaffen

Psyche und Magen sind durch ein dichtes Nervengeflecht, das den Verdauungsapparat umschließt und die Funktion des Magen-Darm-Trakts steuert, eng miteinander verbunden. Stress kann diese Funktion beeinflussen: Er löst das Signal "Flucht oder Kampf" aus, so dass der Organismus verstärkt Verdauungsenzyme, so genannte Pepsine, und Magensäure ausschüttet. Weiterhin erhöht Stress die Empfindlichkeit der Speiseröhre; Symptome wie Sodbrennen und saures Aufstoßen können entstehen. Auch das Essverhalten ändert sich. Christan Rach, der sich für gesunde Ernährung stark engagiert, erklärt: "Viele Menschen greifen unter Druck verstärkt zu zuckerhaltigen und fettreichen Speisen, um sich zu beruhigen." Solche Nahrungsmittel erhöhen ebenfalls die Säureproduktion und mindern die Schließkraft des Sphinkters (Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre). Die Säure kann leichter in die Speiseröhre aufsteigen und sorgt für ein brennendes Stechen hinter dem Brustbein.

Eine wirksame Therapie von Refluxbeschwerden sind so genannte Protonenpumpenhemmer, die den Säuregehalt am Ursprungsort, der säure-produzierenden Zelle regulieren. Vor allem Menschen, die häufiger und stärker unter Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden, können ihre Beschwerden nachhaltig lindern. Eine Tablette des rezeptfreien Präparates Antra befreit bis zu 24 Stunden von Sodbrennen. Die Darreichungsform als MUPS Tablette zerfällt im Magen in Mikropellets und fördert so eine schnelle Wirkstoffaufnahme. Zur leichteren Einnahme können Betroffene das Präparat auch in Wasser, Fruchtsaft oder Apfelmus auflösen. Die optimale Wirksamkeit wird bei einer kontinuierlichen Einnahme von 14 Tagen erreicht, damit sich die Magenschleimhaut erholen kann.

Betroffene können mit einem Blick auf ihren Speiseplan auch in stressigen Phasen ihrem Magen Gutes tun, zum Beispiel statt fetthaltiger Wurstwaren wie Salami, Fisch oder fettarme Wurstsorten wie Kochschinken als Alternative wählen. "Wer Lust auf etwas Süßes hat, kann statt Schokolade vollreife oder getrocknete Früchte essen", ergänzt Christan Rach. Als Menuefolge empfiehlt er zum Beispiel einen bunten Blattsalat mit Gurke, Avokado und Sonnenblumenkernen. Als Hauptgericht Vollkornnudeln mit grünem Spargel und Knoblauch. Als Dessert Brom-, Him- und Erdbeeren mit Mandelsplittern. "Das schmeckt und schont den Magen", ergänzt der Ernährungs- und Genußexperte.

Infos zu Sodbrennen (Symptome, Entstehung, Auslöser, Vorbeugung) finden Sie auf www.sodbrennen.de. Hier können Sie auch interaktiv testen, ob Sie zu Sodbrennen neigen. Nachfolgend lesen Sie das komplette Interview mit Christian Rach.

Was können Stressgeplagte bei ihrer Ernährung beachten, um ihren Magen zu schonen?
Ich rate immer: Öfter am Tag kleine Portionen zu essen, statt ein- oder zweimal zu viel. Kleine Mahlzeiten verdaut der Magen schneller. Wichtig ist auch: Zeit nehmen und nicht schlingen - mindestens 15 Minuten pro Mahlzeit und: die Nahrung gut kauen. Besonders ungünstig sind auch fettreiche Mahlzeiten aber auch Rohkost am Abend. Am besten drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen.

Welche Lebensmittel sollten Menschen mit Sodbrennen möglichst meiden?
Christian Rach: Generell sollten sie fettreiche, süße und stark gewürzte Lebensmittel ersetzen. Der Verzehr kann dazu führen, dass der Magen verstärkt Säure produziert und der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre geschwächt wird. Magensäure kann so leichter in die Speiseröhre zurückfließen. Anstelle von fettigen Fleisch- oder Wurstwaren empfehle ich lieber leichte Geflügelwurstsorten, gekochten oder geräucherten Schinken ohne Fettrand.

Wer mag schon ganz auf Süßes verzichten - welche Alternativen gibt es?
Christian Rach: Eine Möglichkeit sind vollreife oder getrocknete Früchte. Und sollte es doch Schokolade sein, besser zu Sorten mit einem hohen Kakaoanteil greifen. Sie machen schneller "satt" und enthalten weniger Zucker als Vollmilch- oder weiße Schokolade.

Ist Alkohol tabu?
Christian Rach: In der Tat kann erhöhter Alkoholgenuss das Risiko für säurebedingte Beschwerden steigern. Bei Sekt und Schaumweinen kommen sogar gleich zwei Auslöser für Sodbrennen zusammen: Alkohol und Kohlensäure. Alkohol erhöht die Magensäureproduktion und schwächt den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, während Kohlensäure das Aufstoßen und somit den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre fördert. Alternativ lieber auf einen trockenen Weißwein zurückgreifen, da er keine Kohlensäure enthält

Gibt es Alternativen zu mächtigen Sahnetorten?
Christian Rach: Ganz einfach: leckere, frische Obstkuchen. Sie enthalten deutlich weniger Fett und Zucker. Betroffene sollten sich für milde Obstsorten wie Bananen, Pfirsiche und Birnen entscheiden. Zitrusfrüchte oder andere saure Sorten reizen den Magen zusätzlich.

Stichwort Kaffee - kompletter Verzicht?
Christian Rach: So lecker und genüsslich Kaffee auch ist - er regt die Magensäurepoduktion an und kann den Magen reizen. Um morgens wach zu werden, empfehle ich alternativ einen Espresso, Cappuccino oder Milchkaffee. Espresso enthält wegen seiner längeren Röstzeit und dem kürzeren Brühvorgang weniger Gerbstoffe. Somit ist er schonender für den Magen. Mit der Zugabe von Milch könnten Betroffene den reizenden Effekt von Kaffee zusätzlich verringern.

© 12. August 2011 - D&K-Media / Medicalpress.de

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