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Bürgerschaftswahl 2011: Hamburg hat gewählt - SPD großer Gewinner

Hamburg hat gewählt: Ergebnis der Hamburger Bürgerschaftswahl 2011 laut vorläufigem amtlichen Endergebnis.

Hamburg hat gewählt: Ergebnis der Hamburger Bürgerschaftswahl 2011 laut vorläufigem amtlichen Endergebnis.

© Grafik: D&K-Media

1,3 Millionen wahlberechtigte Bürger waren heute (20.02.2011) in Hamburg aufgerufen, mit ihrer Stimme über die Verteilung der Sitze in der Hamburger Bürgerschaft zu entscheiden. Laut ersten Berichten liegt die Wahlbeteiligung Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 bei 57 Prozent (2008 bei 63,5 Prozent). Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kommt die SPD auf 48,3 Prozent (2008: 34,1 Prozent), die CDU auf 21,9 Prozent (2008: 42,6 Prozent), die GAL auf 11,2 Prozent (2008: 9,6 Prozent), die Linke auf 6,4 Prozent (6,4 Prozent) und die FDP auf 6,6 Prozent (2008: 4,8 Prozent). Damit heißt der Wahlsieger ganz klar SPD. Olaf Scholz wird Erster Bürgermeister von Hamburg. Mit 62 Sitzen erreicht die SPD die absolute Mehrheit. FDP und Die Linke sind wohl sicher in der Bürgerschaft vertreten. Die CDU hat mehr als die Hälfte ihrer Wähler verloren, mit einer solch harten Niederlage hatte wohl niemand gerechnet.

Warum gab es heute vorgezogene Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft? Rund 10 Jahre lang hat hier die CDU mit wechselnden Koalitionen regiert. Nach der Koalition mit der Schill-Partei gab es eine absolute Mehrheit für die Christdemokraten, bevor man 2008 mit der GAL eine schwarz-grüne Koalition einging. Im Sommer letzten Jahres kündigte Ole von Beust seinen Rücktritt an und übergab seine Amtsgeschäfte an Christoph Ahlhaus ab. Die GAL war davon wenig begeistert. Am 1. Advent letzten Jahres verkündete die GAL schließlich den Ausstieg aus der Koalition. Zügig wurde der Termin 20.02.2011 für Neuwahlen festgelegt.

In den ersten Umfragen im Dezember kletterte die GAL bis auf fast 20 Prozent der Stimmen und sah als großer Sieger aus. SPD-Kandidat Olaf Scholz schaffte es aber sehr schnell, seine Partei in Umfragen auf deutlich über 40 Prozent zu bringen. Während die FDP laut Umfragen bis zu letzt darum zittern musste, ob die 5-Prozent-Hürde geschafft wird, sah es bei den Umfragen für Die Linke besser aus. Bis zuletzt konnte deshalb auch eine absolute Mehrheit für die SPD nicht ausgeschlossen werden, wären Linke und FDP an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Die CDU konnte sich entsprechend der Umfragen mit nur noch knapp über 20 Prozent darauf vorbereiten, heute eines der schlechtesten Ergebnisse einzufahren.

Bundespolitische Bedeutung kann der Wahl kaum zukommen. Während im Bund nach wie vor die CDU deutlich vor der SPD landet, ist es in Hamburg umgekehrt. Die GAL liegt mit einem möglichen Ergebnis deutlich über 10 Prozent im bundespolitischen Trend. Die Auszählung der Stimmen zur Hamburger Bürgerschaft wird vermutlich deutlich länger dauern als bei den letzten Wahlen. Nach neuem Wahlrecht konnten die Hamburger bis zu 10 Stimmen vergeben.

© 20. Februar 2011 - D&K-Media (Aktualisiert um 21.02.2011 um 13.45 Uhr)

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