Stiftung Warentest: Alkoholfreies Weizenbier ist kalorienarmer Durstlöscher
Stiftung Warentest hat 20 alkoholfreie Weizenbiere getestet. Das Ergebnis: Durstlöscher ja. Sportlergetränk nicht unbedingt. Nur 2 Hefeweizen ohne Alkohol waren mangelhaft.
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In Deutschland liegt alkoholfreies Bier im Trend. Besonders beliebt ist Hefeweizen ohne Alkohol. Stiftung Warentest hat deshalb 20 alkoholfreie Weißbiere untersucht. Die meisten getesteten Biere erhielten das Urteil "gut" bzw. "befriedigend". Wer ein säuerliches Hefeweizen ohne Alkohol mag, dem empfehlen die Tester "Schneider Weisse" und "Tucher". "Erdinger" ist im Geschmack eher süßer, kann aber auch empohlen werden. Das billigste alkoholfreie Weißbier im Test mit dem Urteil "gut" war "Original Oettinger", es kostet nur 35 Cent pro Flasche. Deutlich teurer war das mit "gut" bewertete Bio-Weizen "Neumarker Lammsbräu" mit 1,09 Euro por Flasche.
Nur zwei alkoholfreie Weißbiere schnitten mit "mangelhaft" ab. Grund dafür sind die gefundenen lebenden Milchsäurebakterien in "Graf Arco Weiße Alkoholfrei" und "Schönbuch Hefeweizen Alkoholfrei". Eine gesundheitliche Beeinträchtigung geht von diesen Milchsäurebakterien nicht aus, allerdings können Sie den Geschmack beeinträchtigen. So schmeckten die beiden "mangelhaften" Biere muffig. Bei 6 Marken wurden im Test große Unterschiede zwischen Weizenbier mit und ohne Alkohol festgestellt, obwohl von den Herstellern häufig mit der Ähnlichkeit im Geschmack geworben wird. Durch das Entalkoholisieren oder den Gärungsstopp können sich nämlich die Aromanoten nicht so stark entfalten. Bei der Bewetung der alkoholfreien Weißbieren führten diese Unterschiede im Geschmack zu einer Abwertung.
Der Test von Stiftung Warentest macht deutlich, dass alkoholfreies Weizenbier ein kalorienarmer Durstlöscher ist. Als Sportlergetränk würden es die Tester eher nicht empfehlen. Zum einen sind nicht alle alkoholfreien Weißbiere isotonisch, auch wenn die Kennzeichnung dies aussagt. Im getesteten "Hefe Weizen Alkoholfre" von Will-Bräu ist die Konzentration von gelösten Teilchen für die Deklaration als "isotonisch" zu niedrig. Alle Hefeweizen ohne Alkohol hatten im Test zu wenig Natrium, dafür aber zu viel Kalium für Ausdauersportler. Bei der Deklaration wurden auch fehlerhafte Nährwertangaben festgestellt, auch das führte im Test zu Punktabzug.
Der ausführliche Test "Alkoholfreies Weizenbier" ist in der Zeitschrift "test" Ausgabe Juni 2010 und online unter www.test.de/weizenbiere zu finden.
© 28. Mai 2010 - D&K-Media
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Informationen:
Stiftung Warentest Lützowplatz 11-13 10785 Berlin www.test.de |
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