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ADAC Kindersitztest 2010: Für jede Altersstufe mindestens ein "guter" Kindersitz

Der Dummy muss auch beim Seitenaufprall sicher sein. Deshalb wurden beim ADAC Kindersitztest 2010 auch Seitenaufpralltests einbezogen.

Der Dummy muss auch beim Seitenaufprall sicher sein. Deshalb wurden beim ADAC Kindersitztest 2010 auch Seitenaufpralltests einbezogen.

© ADAC e.V.

Stiftung Warentest und der ADAC haben gemeinesam 22 Kindersitze für alle Altersstufen und in verschiedenen Gewichtsklassen unter die Lupe genommen. Erfreuliches Ergebnis des ADAC Kindersitztestes 2010: In jeder Altersstufe bis12 Jahre gibt es mindestens einen Kindersitz, der das Testurteil "gut" erreich hat. Aber: Keiner der 22 Kindersitze konnte mit "sehr gut" bewertet werden. Von den 22 getesteten Kindersitzen erhielten insgesamt 14 die Note "gut", 5 das Testurteil "befriedigend" und 3 wurden mit "ausreichend" bewertet.

Testsieger wurden in der Gewichtsklasse bis 13 kg das Modell "Maxi Cosi Pebble+Family Fix" und in der Klasse von 9 bis 18 kg das Modell "Kiddy Energy Pro". Beide Kindersitze sind leicht zu montieren und bekamen in der Kategorie "Bedienung" sogar ein "sehr gut", was zur Gesamtnote von 1,6 führte. Nur mit "ausreichend" konnten die Modelle Der "Casualplay PrimaFix" (Gewichtsklasse bis 10 kg), "Safety 1st Tri Safe+" (Gewichtsklasse 9 bis 36 kg) sowie "Chicco Key 2-3 Ultrafix" (Gewichtsklasse 15 bis 36 kg) bewertet werden.

Beim Seitencrashtest konnten die Modelle "Casualplay PrimaFix" und "Chicco Key 2-3" nicht überzeugen. Beim Test rollt bei beiden der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen des Kindersitzes und berührt die Fahrzeugtür, was zu einem zusätzlichen Verletzungsrisiko führt. Die Bedienung des Modells "Casualplay" ist äußerst kompliziert. Hier muss der Rückenwinkel des Sitzes abhängig vom Gewicht des Kindes mehr oder weniger geneigt werden. Die Sicherung des Kopfteils mit einem Zusatzgurt erschwert den Einbau zusätzlich. Beide Punkte können zu fehlerhafter Bedienung führen. Der Kindersitz "Safety 1st Tri Safe+" ist im Schulterbereich für größere Kinder viel zu eng geschnitten. Nimmt man die Rückenstütze ab, bietet der Sitz keinen Seitenaufprallschutz mehr.

Der ADAC fordert seit Jahren, Seitenaufpralltests in das Zulassungsverfahren aufzunehmen. Der Seitenaufprallschutz spielt bisher für die gesetzliche Zulassung von Kindersitzen keine Rolle. Der ADAC ist aber der Meinung, dass gerade Kinder bei dieser Kollisionsart besonders gefährdet sind, denn selbst ein Kopf-Airbag kann die Kleinen seitlich nicht genug schützen.

© 26. Mai 2010 - D&K-Media

Informationen:
ADAC e.V.
Am Westpark 8
81373 München
www.adac.de
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