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Tipps zum Kinderschuhkauf: Am gesündesten für Kinderfüße ist Barfußlaufen

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Am gesündesten für Kinderfüße ist Barfußlaufen

© Thomas Max Müller / Pixelio.de

Weil sie barfuß auf Naturböden laufen, haben Naturvölker die gesündesten Füße. In unseren Breiten zwingen uns jedoch klimatische Bedingungen, Schuhe zu tragen. Verpackt in Schuhe sind Füße zwar geschützt, gleichzeitig werden aber gerade die kleinen Fußmuskeln zur Untätigkeit gezwungen. Mit Unebenheiten kommen sie gar nicht mehr in Kontakt. Folge: Mangels Beanspruchung verkümmern die Muskeln, das Fußgewölbe verliert seine Stützen.

Der Fuß geht aus der Form und degeneriert zum Hohl-, Platt- oder Spreizfuß mit Krallenzehen, der bei Belastung schmerzt. So wird eine "architektonische" Meisterleistung der Evolution ruiniert. 40 Prozent der Menschen haben Probleme mit ihren Füßen. Bereits Kinder leiden an funktionellen oder strukturellen Deformierungen der Füße.

Derlei Schäden sind meist die traurigen, weil vermeidbaren Folgen falscher Kinderschuhe, weil diese zu kurz oder zu schmal sind. Zudem wachsen Kinderfüße schneller als man denkt: in drei Monaten um rund eine Größe. Die Deutsche Schuhindustrie hat in Zusammenarbeit mit führenden Kinderärzten und Orthopäden ein System zur bestmöglichen Vorsorge entwickelt: Das WMS(Weiten-Maß-System)-Gütesiegel, das auch für "weit-mittel-schmal" steht. Schuhe, die dieses Gütezeichen tragen, sind funktions- und fußgerecht und entsprechen den Proportionen des Kinderfußes genau.

Vor jeder Anprobe eines neuen Schuhs sollte geprüft werden, ob er über die korrekte Innenlänge verfügt. Ein Fuß- und Schuhmessgerät hilft dabei. Damit die Zehen ausreichend Raum haben, sollte ein neuer Kinderschuh innen etwa 12 mm länger sein als der Fuß.

Der Schuh muss zudem einen festen Halt am Fuß haben. Rund um die Schuhöffnung darf kein Finger mehr hinein passen. Drücken Sie mit Daumen und Zeigefinger seitlich im Vorderfußbereich den Schuh zusammen. Der Schuh sollte weder schon am Fuß anliegen, dann ist er zu schmal, noch sollte zu viel Spielraum sein, dann ist der Schuh zu weit. Ein zu weiter oder nicht fest am Fuß sitzender Kinderschuh führt dazu, dass der Fuß beim Laufen nach vorn in die Spitze rutscht. Damit werden trotz korrekter Innenlänge des Schuhes die Zehen wie in einem zu kurzen Kinderschuh gestaucht.

Wichtig bei Kinderschuhen sind zudem eine sehr flexible Laufsohle, die ein gutes Abrollen des Fußes ermöglicht, ein flexibler Schaft, kein ausgeformtes Fußbett, ein geringes Gewicht, Atmungsaktivität, Strapazierfähigkeit sowie pflegeleichtes Obermaterial.

Noch ein Tipp: Lassen Sie Ihr Kind in neu gekauften Schuhen erst einmal einige Stunden in der Wohnung laufen. Manchmal kann sich dabei herausstellen, dass sich das Kind in den Schuhen doch nicht ganz wohl fühlt. Die Schuhe sind dann noch ohne Gebrauchsspuren, und ein guter Fachhändler wird sie problemlos umtauschen, wenn Sie die Schuhe in Originalverpackung und mit Kassenbeleg zurück bringen. Wenn es die Temperatur zulässt und sie sicher sein können, dass keine Verletzungsgefahr besteht, sollten Eltern ihre Kinder zu Hause oder im Sand auf einem gepflegten Spielplatz barfuß laufen lassen.

© November 2006 - Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Informationen:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
www.dgk.de
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