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Schlange und Co.: Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

© Pixelio.de

Vogelspinne (Brachypelma boemi)

© powermac / Pixelio.de

Schlangen, Eidechsen, Leguane, Frösche, Vogelspinnen, Skorpione oder Heu-schrecken – Terrarientiere werden als Haustiere immer beliebter. Reptilien, Amphibien, Spinnentiere und Insekten sind jedoch in Haltung und Pflege recht anspruchsvoll und zudem auch kostspielig, bereits bei der Anschaffung des Tieres und der notwendigen Ausstattung, wie Terrarium und Zubehör.

Nicht alle Terrarientiere sind frei erhältlich. Es gibt zum Teil strenge rechtliche Bestimmungen beim Kauf und bei der Haltung dieser Tiere. Der Kauf giftiger Schlangen, Vogelspinnen und Skorpione beispielweise muss registriert werden.

Gut gepflegte und gesunde Tier erhalten Sie im Zoohandel oder bei Züchtern. Schauen Sie vorher jedoch auch mal im Tierheim nach, denn oft werden Reptilien dort abgegeben, weil der Besitzer mit der Haltung überfordert ist. Lassen Sie sich beim Kauf von einem Fachmann beraten. Vor der Anschaffung sollten Sie bei Ihrem Vermieter nachfragen, ob die Haltung dieser Tiere in Ihrer Wohnung erlaubt ist!

Übrigens: Gesunde Tiere zeigen, wenn man sie in die Hand nimmt, eine natürliche Gegenwehr, Zischen und Fauchen sind dabei keine Krankheitszeichen. Eine Schildkröte sollte sich beim Berühren sofort in ihren Panzer zurückziehen. Eingefallene, trübe Augen, Ausfluss, Verklebungen oder Entzündungen an Augen, Nasenlöchern und in der Aftergegend sowie offene Wunden oder Knoten auf der Haut, abgemagerte oder gar fehlende Gliedmaßenteile und Schwanzwurzeln sind Anzeichen für Krankheiten oder den Befall mit Parasiten.

Schlangen und Eidechsen können in wenigen Monaten eine beachtliche Größe erreichen. Informieren Sie sich daher genau über die zu erwartende Größe des erwachsenen Tieres.

Anders als Hund und Katze sind Terrarientiere keine "Kuschel- oder Schmusetiere". Sie brauchen keine direkte menschliche Zuwendung. Als Spielkameraden für Kinder sind sie gänzlich ungeeignet. Oberstes Gebot bei ihrer Haltung ist es, ihnen ein möglichst artgemäßes und artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Die Wahl des Terrariums richtet sich nach Typ, Größe, dem verfügbaren Platz und der Anzahl der Tiere, die darin untergebracht werden sollen. Das Terrarium muss so ausgestattet sein, dass es den natürlichen Lebensbedingungen des Tieres am nächsten kommt. Die richtige Temperatur, Feuchtigkeit und Beleuchtung sind zu beachten, außerdem sollte das Terrarium ausbruchsicher sein. Bei gefährlichen und giftigen Tieren müssen Sie sicherstellen, dass das Tier bei der Säuberung des Terrariums nicht entweichen kann. Hierzu ist in der Regel ein zweites Terrarium notwendig.

Weitere Informationen finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde unter www.dght.de.

© November 2006 - Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Informationen:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
www.dgk.de
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