Skibrillen: Optimierte Brillen für unterschiedliche Wetterverhältnisse
Seitenschutz gegen Zugluft und Sonneneinstrahlung
Der Urlaub im Schnee ist für viele ein Muss. Damit einem gelungenen Skivergnügen nichts im Wege steht, sollte bei der Auswahl der Montur auf deren Schutzwirkung geachtet werden. So ist eine hochwertige Skibrille auf der Piste dringend zu empfehlen. TÜV Product Service, TÜV SÜD Gruppe, gibt hilfreiche Tipps für Kauf und Gebrauch.
Schutz vor UV-Strahlen
Eine geeignete Skibrille schirmt die Augen vor allem vor schädlichen UV-Strahlen ab. Die Wellenlänge dieser Strahlen reicht von 280 bis 380 Nanometer. Bei einem Sonnenschutzglas ist eine Filterwirkung bis 380 Nanometer notwendig - gute Brillen schützen meist bis 400 Nanometer.
Für bessere Sicht bei blendendem Sonnenlicht sorgen getönte Brillengläser. Dunkelbraun bzw. dunkelgrau eingefärbte Scheiben sind bei sehr hellen Flächen zu empfehlen, da sie den Lichteinfall reduzieren. Eine noch bessere Wirkung wird erzielt, wenn die Scheiben zusätzlich verspiegelt sind. Bei schlechter Sicht sind rötlich-orange oder bläuliche Töne von Vorteil. Denn diese fördern Kontraste, und kleine Unebenheiten auf der Strecke sind besser zu erkennen. Tipp von TÜV SÜD: Fachverkäufer oder Augenoptiker sollten über UV-Schutz und Tönung genau Auskunft geben können.
Schutz vor Zugluft und bei Stürzen
Neben dem Sonnenschein bedeutet auch Zugluft eine Extrembelastung. Deshalb sollte die Brille das Auge möglichst weit umschließen. Doch je umfassender der Schutz vor Zugluft ist, desto wichtiger ist ein gut funktionierendes Belüftungssystem, damit die Brille nicht beschlägt.
Gegen einen Sturz ist auch ein noch so gutes Skiass nicht gewappnet. Eine gute Brille muss mit einem flexiblen und anpassbaren Rahmen ausgestattet sein, damit es im Fall der Fälle nicht zu Verletzungen kommt. Nicht zu vergessen: Kälte darf dem Gestell nichts anhaben. Modelle aus Kunststoff sind flexibel und werden auch bei niedrigen Temperaturen nicht kalt oder spröde. Hochwertige Skibrillen schützen das Auge vor geringen Stoßeinwirkungen. Sie besitzen splitter- und bruchsichere Scheiben.
Fester Sitz durch breites Kopfband
Auch die beste Brille ist ungeeignet, wenn sie nicht richtig passt. Wer auf der Suche nach dem geeigneten Modell ist, sollte sich deshalb Zeit lassen und im Fachgeschäft in Ruhe mehrere Brillen ausprobieren. Wichtige Entscheidungskriterien sind auch ein großes Gesichtsfeld und eine Polsterfläche aus weichen, elastischen und verträglichen Werkstoffen. Das Kopfband ist entscheidend für einen festen Sitz. Dieses sollte elastisch, ausreichend breit und verstellbar sein. Wer beim Kauf ganz sicher gehen will, achtet am besten auf das GS-Zeichen oder das blaue Oktagon von TÜV Product Service: So gekennzeichnete Produkte haben eine umfangreiche Prüfung durchlaufen. Bei den Tests werden unter anderem Aspekte wie Stabilität, Material oder Gebrauchseignung berücksichtigt.
Flexibler Clip bei Sehschwäche
Übrigens: Wer eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, sollte auch beim Skifahren nicht darauf verzichten. Es gibt Skibrillen mit Einsätzen, in die sich optische Gläser mit einem Clip einsetzen lassen. Vorteil: Bei einer veränderten Sehschärfe muss nur der Clip erneuert werden. Eine weitere Variante ist das so genannte Shield, bei dem die eigentliche Brillenverglasung gleich eingearbeitet ist. Zudem gibt es Skibrillen, die Sportler einfach über ihrer normalen Brille tragen können. TÜV Product Service empfiehlt Skifahrern mit Sehschwäche, sich über die verschiedenen Möglichkeiten von einem Spezialisten beraten zu lassen.
© Dezember 2006 - TÜV Süd Gruppe
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