Risiko-Schwangerschaft: Lieber in Spezialklinik entbinden
Zwillinge, Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck: die Gründe für eine Risikoschwangerschaft sind vielfältig. Doch Frauen, die mit Komplikationen bei der Geburt rechnen müssen, sollten wählerischer sein – und die Geburtsklinik nicht nur nach ihrem "Bauchgefühl" aussuchen. Wichtiger als Wohnortnähe oder der Ruf der Klinik ist die medizinische Qualität der Versorgung, warnt die DAK. Darum sollten sich werdende Mütter mit dem Befund "Risikoschwangerschaft" in jedem Fall für ein Krankenhaus mit einer Intensivstation für Neugeborene entscheiden. Die höchste Qualität und Sicherheit bieten Perinatalzentren, also auf Risikogeburten spezialisierte Kliniken. Trotzdem erfolgt jede fünfte Entbindung bei Hochrisiko-Schwangerschaften nicht in dafür ausgestatteten Spezialkliniken. Das ergab eine neue Studie der DAK in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gesundheits- und Sozialforschung IGES sowie Professor Dudenhausen von der Charite Berlin.
Auf eine Klinik-Empfehlung vom Frauenarzt warten laut DAK-Studie fast zwei von drei Frauen vergebens. Selbst wenn der Arzt seiner Patientin im Laufe der Schwangerschaft den Befund "Risikoschwangerschaft" mitgeteilt hat, ist das keine Garantie für eine Beratung: In diesen Fällen haben nur 44 Prozent der Ärzte eine Klinik-Empfehlung ausgesprochen. Deshalb bietet die DAK ihren Versicherten zu diesem Thema eine telefonische Beratung an.
Außerdem gibt es bei der Kasse eine umfassende Broschüre zum Thema Schwangerschaft. Hier können werdende Mütter und Väter nachlesen, worauf sie bei der Wahl ihrer Geburtsklinik achten sollten. Ein herausnehmbarer Schwangerschaftsfahrplan hat für jede Phase der Schwangerschaft die richtigen Tipps. Die Broschüre ist kostenlos in jeder DAK-Geschäftsstelle erhältlich.
© April 2005 - DAK
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