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Oh, wie süß! Hohe Blutzuckerwerte gefährden die Schwangerschaft

Um das Diabetesrisiko während der Schwangerschaft zu senken, sollte von vornherein auf eine vollwertige Ernährung geachtet werden.

Um das Diabetesrisiko während der Schwangerschaft zu senken, sollte von vornherein auf eine vollwertige Ernährung geachtet werden.

© DAK/Wigger

Saure Gurken, Schokolade und danach noch Pommes mit Erdbeeren: Schwangere haben seltsame Gelüste. Schuld sind die Hormone – und wer weder Gewichtsprobleme noch Diabetes hat, muss auch nicht jeder Heißhungerattacke widerstehen. Doch bei fünf bis zehn Prozent löst der erhöhte Insulinbedarf der werdenden Mütter Schwangerschaftsdiabetes aus. Die Folge: Das Kind entwickelt sich zu schnell und wird zu groß, es kann zu Fehlentwicklungen an Lunge und Plazenta kommen. "Dann wird eine ausgewogene und gesunde Ernährung enorm wichtig", sagt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. "Denn eine Ernährungsumstellung ist die beste Therapie gegen Schwangerschaftsdiabetes", so Pfarrer weiter. 70 bis 80 Prozent der erkrankten Frauen bekommen ihren Blutzuckerspiegel allein mit gesundem Essen und Trinken wieder in den Griff. Auf zusätzliches Insulin können sie verzichten.

Fatal: Schwangerschaftsdiabetes wird häufig zu spät oder gar nicht erkannt. Verdacht schöpfen Ärzte oft erst, wenn sie bei der Ultraschalluntersuchung feststellen, dass das Ungeborene zu groß ist. Um das Diabetesrisiko während der Schwangerschaft zu senken, rät die DAK-Ärztin, von vornherein auf eine vollwertige Ernährung zu achten: "Vollkorn statt Weißmehl, fettarm statt Sahne, viel Obst und Gemüse statt Schokolade – so schießt der Blutzuckerspiegel nicht gleich in die Höhe und die Bauchspeicheldrüse muss keine Unmengen an Insulin produzieren."

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass bei Neugeborenen unbehandelter Mütter bis zu viermal häufiger Komplikationen wie Unterzuckerung oder Lungenprobleme auftraten. Frauen, die unter Übergewicht leiden, bereits ein Kind von mehr als 4.000 Gramm auf die Welt gebracht haben oder bei denen Diabetes in der Familie liegt, gelten als Risikopatientinnen.

© März 2006 - DAK

Informationen:
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