Kindermöbel - Runde Sache für kleine Racker
Ohne Ecken und Kanten / Standsicher im harten Alltag / Clever konstruierte Möbel wachsen mit / Benutzen ohne Risiko
Kinderbett ist nicht gleich Kinderbett und Hochstuhl nicht gleich Hochstuhl. Gerade beim Kauf von Kindermöbeln sollten Eltern auf Sicherheit und Qualität achten. Ob es die Wickelkommode oder der Laufstall ist: Kinder sind extrem aktiv und dadurch einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. In Zeiten knapper Haushaltskassen geht der Trend hin zu günstigen Kindermöbeln. Für Eltern und Großeltern gilt aber: Gutes muss nicht immer teuer sein. TÜV Product Service, TÜV SÜD Gruppe, gibt Tipps, worauf es beim Kauf von Stühlen oder Betten für Mädchen und Jungen ankommt.
Mit allen (Stuhl-)Beinen fest im Leben
Die Experten von TÜV SÜD raten, bei den häufig extrem beanspruchten Möbeln auf folgende Punkte zu achten:
• Stühle und Tische: Grundsätzlich müssen alle Stühle und Tische standsicher sein. Dies gilt besonders für Kinderhochstühle: Sie sollten entweder überhaupt keine Rollen besitzen oder sich nicht verschieben lassen, wenn ein Kind darin sitzt. Hilfreich ist, wenn sich das Tablett zum Reinigen abnehmen lässt.
• Kinderbett: Die Matratze darf nicht über die Kennzeichnung der maximalen Matratzenhöhe hinausgehen.
• Wickeleinrichtungen: Wichtig ist eine sichere Befestigung an der Wand oder am Tisch. Grundsätzlich dürfen bewegliche Teile keine Quetsch- oder Scherstellen haben. Es sollte immer die passende Wickelunterlage verwendet werden, die mit Schutzrändern ausgestattet sein muss.
• Hoch- und Etagenbetten: Das Bett muss vier Absturzsicherungen wie Gitter oder Platten besitzen, die sich ausschließ-lich mit Werkzeug lösen lassen. Die Leiter muss fest mit dem Bett verbunden sein.
• Wer auf der sicheren Seite sein will, achtet darauf, ob das Produkt mit dem TÜV-Oktagon oder dem GS-Zeichen von TÜV Product Service ausgestattet ist.
Speichel und Schweiß kein Problem
Kinder erfahren die Welt mit dem Mund. Alles, was sich im Umfeld der kleinen Racker befindet, wird irgendwann einmal angefasst oder angeleckt. Deshalb müssen Hersteller besondere Sorgfalt walten lassen. Gesetzlich festgelegt ist, dass Kindermöbel den Test auf Speichel- und Schweißfestigkeit bestehen müssen. Durch schwitzige Haut dürfen sich beispielsweise keine Lacke und Beschichtungen ablösen. Außerdem dürfen Hersteller keine Schwermetalle verwenden, mit denen die Haut der Kleinen in Kontakt kommen könnte. Noch besser ist der zusätzliche Nachweis, dass das Produkt die Anforderungen an das Zeichen "Schadstoffarm" von TÜV Product Service erfüllt, da das Siegel strengere Anforderungen als das Gesetz an die Möbel stellt.
Praktische Tipps für den harten Alltag
Erst im harten Alltagstest zeigt sich, ob sich der Kauf gelohnt hat. In puncto Qualität gilt: Clever gemachte Kindermöbel können Eltern eine Menge Arbeit, Ärger und Kosten ersparen. Bei Kinderbetten sollte sich der Lattenrost leicht in der Höhe verstellen lassen und die Schlupfsprossen müssen fest sitzen. Sobald sich der Junge oder das Mädchen im Bett selbstständig aufrichten kann, ist die unterste Position des Lattenrostes die sicherste. Wenn das Kinderbett zu einem Juniorbett umgebaut werden kann, wird der Geldbeutel geschont. Bei Hochstühlen ist darauf zu achten, dass die Kinder durch Sicherheitsbügel oder höhenverstellbare Haltegurte sicher sitzen. Immer praktisch, wenn durch ein Tablett mit Rand Gegenstände nicht so leicht herunterfallen können. Auch Wickelauflagen werden arg strapaziert. Gut, wenn sich der Bezug zum Waschen abnehmen lässt. Bei Hoch- und Etagenbetten müssen Leitersprossen ausreichend Halt für Hände und Füße bieten.
© Mai 2005 - TÜV SÜD Gruppe
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Informationen:
TÜV Süd AG Westendstraße 199 80686 München www.tuev-sued.de |
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