Praktische Helfer ohne Tasten-Wirrwarr
Einfache Handhabung schont die Nerven / Auf Service und Garantieleistungen achten / Geräte regelmäßig auf Kabelschäden kontrollieren
Heizen, Kochen, Gefrieren, Reinigen, Schneiden, Saugen, Bügeln, Nähen – für jede Tätigkeit hat Hausfrau und -mann einen praktischen Helfer an der Seite. Doch nicht jedes elektrische Haushaltsgerät hält, was es verspricht. Hersteller müssen viel für die Sicherheit im Haushalt tun, wie das Beispiel an einem handelsüblichen Wasserkocher zeigt. Überhitzungsschutz, Endabschaltung bei Abnehmen des Gerätes, Verarbeitung mit lebensmittelechten und geschmacksneutralen Materialien, Deckelverriegelung und nicht zuletzt eine Kontrollleuchte sorgen für ein verlässliches Produkt. Für alle, die beim Kauf auf Nummer sicher gehen wollen, geben die Experten von TÜV Product Service, TÜV SÜD Gruppe, wichtige Tipps.
Erlaubt oder nicht erlaubt - Hinweise zum Gebrauch
Als Benutzerinformation ist eine brauchbare Anleitung Pflicht. Diese sollte neben einem ausführlichen Montageteil auch Hinweise zu möglichen Gefahren in Kombination mit anderen Geräten und Zubehör berücksichtigen. Gefahren lauern beispielsweise bei unsachgemäßem Anschluss von Herd-Kochfeld-Kombinationen. Und bei der Mikrowelle darf der Hinweis nicht fehlen, dass Essen nur in entsprechend tauglichem Geschirr erwärmt werden darf.
Einfache Montage und logische Bedienfolgen
Der Spaß an der neuen Waschmaschine vergeht bei einer allzu komplizierten Bedienung. Wer sich erst stundenlang durch ein Tasten-Wirrwarr kämpfen muss, kann schnell die Lust verlieren. Ein bedienungsfreundliches Haushaltsgerät zeichnet sich durch einfache Montage/Demontage, simple Handhabung, logische Bedienfolgen, zugängliche Bedienschalter und gut ablesbare Anzeigeelemente aus. Beim Kauf sollten Verbraucher auch auf Aspekte wie Leistungsvermögen, Ergonomie, Reinigung, Energieeffizienz, Geräusch und Verbrauch/Umweltfaktoren achten. Schließlich wird ein laut ratternder Trockner in der Wohnung schnell Besitzer und Nachbar auf die Ohren - und die Nerven - gehen. Um stets auf der sicheren Seite zu sein, sollten Verbraucher beim Kauf eines Elektrogerätes immer auf das blaue Oktagon oder das GS-Zeichen von TÜV Product Service achten.
Auf passendes Zubehör achten
Zu berücksichtigen ist auch die Frage nach dem Zubehör. Was wird mitgeliefert? Was muss oder kann zusätzlich besorgt werden? Braucht der Milchaufschäumer Batterien? Können Einzelteile bestellt werden? Lässt sich eine Ersatz-Glaskanne für die Kaffeemaschine im Fachgeschäft um die Ecke nachkaufen?
Nicht zu vergessen: Die Garantie. Ist diese länger als gesetzlich vorgegeben, lässt dies auf ein ausgereiftes Produkt und einen guten Service schließen. Apropos: In Reparaturfällen ist immer vorteilhaft, wenn der Händler-Kundendienst in der Nähe beheimatet ist. Es bedeutet viel Aufwand und unnötig viel Zeit, die defekte Kaffeemaschine per Paketdienst an den weit entfernten Hersteller zu schicken.
Gerät und Stromkabel regelmäßig kontrollieren
Vertrauen ist gut, regelmäßige Kontrolle - insbesondere bei älteren Haushaltsgeräten - ist besser. Wenn beispielsweise Schäden am Kabel sichtbar sind oder es nach angeschmortem Kunststoff riecht, sollte auf jeden Fall erst der Stecker gezogen und anschließend das Gerät vom Fachmann überprüft werden. Gefahrenpotential bergen vor allem Knickstellen an Leitungen, durchgescheuerte oder angeschnittene Isolierungen sowie freiliegende Einzeldrähte und schadhafte Steckvorrichtungen. Auch durch Feuchtigkeit, Wärme, leitfähigen Staub, gelockerte Teile oder Materialbrüche können Schäden an Elektrogeräten entstehen.
© April 2005 - TÜV Süd Gruppe
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