Ökologischer als gedacht: Bewährte Dämmstoffe gelten als effizient und langlebig

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  • Klassische Dämmstoffe sind bei genauer Betrachtung den Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oft überlegen.
    Klassische Dämmstoffe sind bei genauer Betrachtung den Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oft überlegen.
    © djd/IVH Industrieverband Hartschaum e.V.
  • (djd). Vor der Dämmung steht die Entscheidung des passenden Materials. Hauseigentümer legen heute meist Wert auf eine dauerhaft sichere und vor allem umweltfreundliche Lösung. Wer sich auf dem Dämmstoffmarkt informiert, stellt fest: Die als ökologisch geltenden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind den bewährten Dämmstoffen in der Gesamtbilanz hinsichtlich Umweltverträglichkeit und Effizienz oft unterlegen.

    Klassiker mit vielen Vorteilen

    Damit Holzfasern, Zellulose oder Hanf als Baustoff verbaut werden können, müssen sie wie alle Dämmmaterialien Vorgaben etwa zur Brandsicherheit erfüllen. Dafür werden sie mit Zusätzen wie Flammschutz- und Imprägniermitteln sowie Klebmaterialien versehen und sind somit keine reinen Naturprodukte mehr. Das seit Jahrzehnten genutzte Material Styropor hingegen besteht nur zu zwei Prozent aus dem Rohstoff Polystyrol - hergestellt aus Erdöl - und zu 98 Prozent aus Luft. Einzigartiger Vorteil: Styropor verrottet und altert nicht. Die Lebensdauer des Materials ist unbegrenzt und weist damit eine positive ökologische Bilanz auf. Mit jedem Liter Erdöl, der in die Herstellung geflossen ist, lassen sich Jahr für Jahr rund vier Liter Heizöl einsparen. "Die für die Herstellung eingesetzte Energie ist bei sinnvoller Dämmung bereits innerhalb weniger Wochen eingespart", unterstreicht Stefanie Mohmeyer vom Industrieverband Hartschaum (IVH).

    Effizient und schimmelfrei

    Im Vergleich zu anderen Dämmstoffen biete das seit den 60er-Jahren bewährte Material die meisten Pluspunkte in Sachen Handhabbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Mohmeyer weiter: "Aufgrund der sehr geringen Wärmeleitfähigkeit ist Styropor extrem effizient." Entgegen der weit verbreiteten Annahme fördere es keine Schimmelbildung an der Fassade, sondern verhindere sie vielmehr. Der Grund dafür: Die Innenseiten von gedämmten Fassaden kühlen weniger schnell aus. Dadurch schlägt sich an diesen Wänden weniger Feuchtigkeit aus der Raumluft nieder - was der Schimmelbildung entgegenwirkt. Durch die insgesamt geringeren Temperaturschwankungen zwischen Innen und Außen verbessert sich zudem ganzjährig das Raumklima.

    Nachweislich nachhaltig

    (djd). Viele Gründe sprechen für die Dämmung mit Styropor. Umwelt-Produktdeklarationen informieren Verbraucher über den gesamten Lebensweg des Materials. Von der Produktbeschreibung und Rohstoffgewinnung, über den Herstellungsprozess und die Verwendung, bis hin zur Entsorgung sind alle Daten aufgeschlüsselt. Auch gut zu wissen: Seit 2014 produzieren IVH Mitglieder ausschließlich Styropor mit dem Flammschutzmittel Polymer-FR. Es ist ökologisch unbedenklich und weder von der Herstellung noch der Verwendung gehen Gefahren für Mensch oder Umwelt aus.


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