Im Oberharz locken die Rübeländer Höhlen mit bizarren Gesteinsformationen

Sonntag, 21.06.2015 | Tags: Deutschland | Bewertung:
  • Der künstliche Wolfgangsee macht den sogenannten Goethesaal in der Rübeländer Höhle zu einer ganz besonderen Veranstaltungskulisse.
    Der künstliche Wolfgangsee macht den sogenannten Goethesaal in der Rübeländer Höhle zu einer ganz besonderen Veranstaltungskulisse.
    © djd/Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken/Jürgen Meusel
  • (djd/pt). Im wildromantischen Bodetal im Oberharz liegt zwischen steilen Felswänden das beschauliche Dörfchen Rübeland. Mitten im Ort führt ein großes Portal direkt in eine märchenhaft verwunschene Welt: die Rübeländer Tropfsteinhöhlen. Stimmungsvoll beleuchtet, ragen hier schillernde Stalagmiten und Stalagtiten aus dem felsigen Grund empor und von der zerklüfteten Decke herab. Viele der bizarren Gesteinsformationen tragen bildhafte Namen wie "Palmengrotte" und "Schildkrötenschlucht", "Mönch" oder "Kanzel". Die weltberühmte Baumannshöhle in Rübeland ist eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands. Schon seit 1646 finden hier Führungen statt. Der rund 50-minütige Rundgang ist bis heute ein Highlight für alle Harzbesucher. Unter www.harzer-hoehlen.de gibt es alle Informationen.

    Kristallkammer und Grottenolme

    Ein berühmter Besucher der Rübeländer Höhlen war Johann Wolfgang von Goethe, der zum Namensgeber für den größten Hohlraum in der Baumannshöhle wurde, dem Goethesaal. Dort kann man regelmäßig beeindruckende Theateraufführungen erleben. Nur wenige Meter von der Baumannshöhle entfernt liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Flüsschens Bode die Hermannshöhle. Zwischen den fantastischen Tropfsteingebilden tun sich hier tiefe Schluchten auf, in einer einzigartigen "Kristallkammer" funkeln die Kalzitkristalle wie Edelsteine. Die Hermannshöhle ist eine Flusshöhle, in ihren unterirdischen Seen und Tümpeln leben die einzigen Grottenolme Deutschlands. Mit etwas Glück und Geduld kann man die durchscheinenden Tiere sehen. 

    Die Oberharzer Wanderwege

    Für Wanderurlauber im Harz ist ein Besuch der Rübeländer Tropfsteinhöhlen eine ganz besondere Abwechslung. An Rübeland vorbei führt zum Beispiel der Harzer Hexen-Stieg. Der Qualitätswanderweg bietet auf rund 100 Kilometern zwischen Osterode und Thale Einblicke in die Eigenheiten der Harzer Berge: Man erlebt alte Hochmoore und mittelalterliche Fachwerkstädtchen, dichte Misch- und Nadelwälder, Bergseen und als Höhepunkt der Tour den Gipfel des Brockens. Nah bei Rübeland verlaufen zudem die Themenwanderwege Harzer Grenzweg, Teufelsstieg und Selketal-Stieg.

    Theater untertage

    Der sogenannte Goethesaal in der Rübeländer Baumannshöhle ist Deutschlands einzige unterirdische Naturbühne. Mit ihrem künstlich angelegten Wolfgangsee ist sie eine traumhafte Kulisse für Theater und Konzerte. Im Juli und August 2015 sind verschiedene Stücke für Kinder und Erwachsene zu sehen: "Das kalte Herz", "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", "Rotkäppchen", "Hänsel und Gretel". Unter www.harzer-hoehlenfestspiele.eu sind die Termine zu finden und Karten zu bestellen. Besucher sollten an warme Kleidung denken, da es in der Höhle ganzjährig rund acht Grad Celsius kalt ist.


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