Die Dachbegrünung rechnet sich immer: Fünf Gründe warum ein Gründach das bessere Flachdach ist

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  • Auch auf Bestandsgebäuden lässt sich ein Gründach nachrüsten: In Eigenleistung wurde auf dem Flachdach eines 1900 erbauten Gebäudes eine nutzbare Dachterrasse mitten in der Stadt geschaffen.
    Auch auf Bestandsgebäuden lässt sich ein Gründach nachrüsten: In Eigenleistung wurde auf dem Flachdach eines 1900 erbauten Gebäudes eine nutzbare Dachterrasse mitten in der Stadt geschaffen.
    © djd/www.xps-waermedaemmung.de
  • (djd). Ob extensive oder intensive Begrünung - ein Gründach ist immer die natürlichste und effektivste Dämmung für ein Flachdach. Schätzungsweise 1,3 Milliarden Quadratmeter Flachdächer sind in Deutschland verbaut, doch nur etwa ein Drittel davon werden als Gründach genutzt. Egal ob als Grüne Dächer oder Dachgärten angelegt, sie sehen nicht nur schön aus, sie machen auch Sinn - und rechnen sich langfristig gesehen aus folgenden fünf Gründen:

    1. Wertsteigerung der Immobilie

    Ein Gründach bringt zusätzliche Nutzfläche auf die oft kleinen Grundstücksflächen in Großstädten und erzeugt ein besseres Klima - das steigert nicht nur den Wert der Immobilie, sondern auch die Lebensqualität.

    2. Weniger Wartung und niedrige Folgekosten

    Ein konventionelles Kies- oder Bitumendach muss etwa alle 20 Jahre saniert werden. Sonne, Nässe, und extremen Temperaturwechseln hält die lebenswichtige Abdichtung nur einen bestimmten Zeitraum stand. Ein Gründach kann mit der Verwendung von Extruderschaumstoff (XPS) als Dämmung ohne Weiteres doppelt so lange halten. Das liegt daran, dass bei der Ausführung als Umkehrdach diese druckfeste und stabile Wärmedämmung das Dach auch zusätzlich vor Verwitterung schützt. Kommt noch ein Gründach mit Substrat und Pflanzen dazu, werden Lebensdauer und Dämmeffekt im Winter wie im Sommer zusätzlich verstärkt.

    3. Energiekosten werden dauerhaft gesenkt

    Laut Berechnungen der Deutschen-Energie-Agentur dena weist ein ungedämmtes Dach einen Wärmeverlust von 12.120 kWh pro Jahr auf. Ein gedämmtes Dach hingegen nur noch 3.000 kWh pro Jahr. Natürlich ist dieser Wert bei jedem Haus verschieden. Ein Gründach ist darüber hinaus die effektivste und natürlichste Dämmung, die es gibt. Messungen an einem 16 Zentimeter starken Substrat mit Pflanzen und Kräutern haben ergeben, dass bei einer Außentemperatur von 30 Grad unter der Erde nur 16 Grad herrschten. Im Winter bei -14 Grad herrschten unter der natürlichen Dämmung Null Grad. Damit senkt das Gründach die Heizkosten enorm und hält im Sommer das darunterliegende Dachgeschoss angenehm kühl.

    4. Bessere Luft, weniger Überschwemmungen

    Je mehr Gründächer in dicht bebauten Stadtquartieren verbaut sind, desto weniger heizen sich die Innenstädte im Sommer auf. Sie nehmen Regen auf, geben ihn aber erst nach und nach wieder an die Umwelt ab und verhindern so die Überlastung der Kanalisation und drohende Überschwemmungen.

    5. Gründächer werden oft von der eigenen Stadt gefördert

    Auch viele Kommunen wissen inzwischen, dass sie von diesen Vorteilen profitieren und beteiligen sich deshalb mit Zuschüssen an den Bau- und Modernisierungskosten. Hamburg, Stuttgart, Hannover oder Mannheim sind hier Vorreiter.

    Zwei Arten der Dachbegrünung

    Extensiv - hier kommen niedrigwüchsige Pflanzen (Moose, Sukkulenten, Kräuter, Gräser), die sich weitgehend selbst erhalten und auch ohne bzw. mit geringer Pflege weiterentwickeln. Die Höhe des Gründach-Schichtaufbaus beträgt etwa 5-15 Zentimeter.

    Intensiv - Dachgärten sind mit ebenerdigen Gärten und genutzten Grünflächen vergleichbar und bestehen aus Stauden und Gehölzen sowie Bäumen und Rasenflächen. Die Höhe des Gesamtaufbaus liegt zwischen 25 und 100 Zentimeter. Die Dämmeigenschaften sind höher als beim extensiven Dach.


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